Zinsen

Der Begriff „Zins“ ist uns allen ein Begriff. Meist werden damit die Soll- oder Habenzinsen eines Bankkontos, Kredits oder Darlehens bezeichnet. Die Bezeichnung muss entgegen vieler Behauptungen aber nicht zwingend nur Geldkaptial betreffen. Auch Sachkapital kann verzinst werden.

Die Geschichte der Zinsen begann bereits weit vor der Erfindung des Geldes. Als die Weltbevölkerung lediglich mit Hilfe des Tauschhandels agierte, wurden beispielsweise bei der Verleihung von Getreide, Aufschläge von bis zu 50 Prozent verlangt. Wurde das geliehene Getreide also nach der Ernte zurückgegeben, musste dies zuzüglich der vereinbarten 50 Prozent erfolgen. Wie hoch dieser Zinssatz war, hängte, wie auch heute von Angebot und Nachfrage ab.

Zinsen sind eines der wichtigsten Entscheidungsmerkmale bei Bankprodukten und Bankdienstleistungen. Aus diesem Grund, spielt der Zinssatz vor allem im Bankwesen eine große Rolle. Die zahlreichen Kreditinstitute versuchen, sich gegenseitig mit niedrigeren Zinsen auszubooten. Gleichzeitig werden die Zinsen jedoch von anderen Banken wiederum in die Höhe getrieben. Um hier eine einheitliche Linie zu erzielen, werden viele Bankprodukte an Marktzinssätzen oder Bankzinssätzen ausgerichtet. Hierbei handelt es sich um Durchschnittszinssätze. Diese werden durch die Bekanntgabe der Zinssätze zahlreicher unterschiedlicher Kreditinstitute ermittelt. Einer der bekanntesten Marktzinssätze ist der EURIBOR, die Euro InterBank Offered Rate, der vor allem für Termingelder, aber auch für Kredite herangezogen wird.